Konzentration und Heilen
SEMINAR II
Übungen zur Lenkung des Atems um zu heilen
Chakras ‑ Systeme und Übereinstimmungen
Zur Entwicklung von Heilkraft brauchen wir zuallererst die Kraft der Konzentration. Heiler müssen in der Lage sein, den Heilgedanken für ihre Patienten aufrechtzuerhalten, wann immer es notwendig ist. Konzentration ist mit das Schwierigste, wenn sie jedoch gelingt, gibt es nichts mehr, was man nicht erreichen kann. Es ist nutzlos, den Patienten durch irgendein Verfahren heilen zu wollen, wie erfolgreich und gut es auch sein mag, wenn wir uns nicht konzentrieren können. Die Arbeit des denkenden und fühlenden Geistes ist beim Heilen viel größer als bei allem anderen, denn Heilen ist die Anwendung der Kraft des Geistes auf die Materie; und die Materie, die seit Ewigkeiten ein ungehorsamer Sklave des Geistes war, rebelliert vom Mineral, über das Pflanzen und sogar das Tierreich ständig dagegen, beherrscht zu werden.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Volume IV ‑ Mental Purification and Healing
Part II: Healing, Chapter III, The Development of Healing Power, The Power of the Mind
...Die Konzentration der Heilenden sollte so entwickelt sein, dass sie nicht nur während sie in der Meditation sitzen, mit geschlossenen Augen das gewünschte Objekt visualisieren können, sondern dass sie das Bild, das ihr Geist geschaffen hat, auch mit offenen Augen halten können, trotz allem, was sich vor diesen Augen abspielt. Beim Heilen ist es unerlässlich zu wissen, welches Bild wir in unserem Geist halten sollten. Sollte der Heilende tatsächlich das Bild einer Wunde festhalten, würde er der Wunde dazu verhelfen, weiterhin zu bestehen, anstatt geheilt zu werden; sollten wir also an Schmerzen denken, könnten diese vielleicht durch unsere Gedanken intensiver werden. Wir sollten also die Heilung im Auge behalten; wir sollten an das Gewünschte denken, nicht an den Mangelzustandn...
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Volume IV ‑ Mental Purification and Healing
Part II: Healing, Chapter III, The Development of Healing Power, The Power of Concentration
Die Weiterentwicklung der Heilkraft besteht darin, dass wir in der Lage sind, Kraft in die Ferne zu senden. Kein Land und kein Meer kann verhindern, dass die Kraft vom denkenden und fühlenden Geist ausgesendet wird... Wie für äußere Handlungen körperliche Bewegung notwendig ist, so muss bei einer geistigen Handlung die Bewegung durch den eigenen Geist bewirkt werden... So wie es notwendig ist, die Kraft der Stimme durch Übung zu entwickeln, so ist es auch notwendig, die Kraft des Geistes zu trainieren und zu entwickeln...
Drei Dinge sind notwendig, um einen Gedanken in die Ferne zu senden: erstens der Glaube an die Theorie, zweitens das Selbstvertrauen, also das Vertrauen in die eigene Kraft, und drittens die Konzentrationsfähigkeit. Wie groß die Konzentrationskraft auch sein mag, ohne Selbstvertrauen ist sie nutzlos; und Selbstvertrauen ohne Vertrauen in die Theorie ist machtlos. Die Heilung auf Distanz ist die letzte Stufe, die Heilende nach langer Erfahrung mit dem Heilen erreichen. Ein Versuch, dies am Anfang zu tun, würde selbstverständlich zum Scheitern führen. In der Praxis werden Erfahrungen gesammelt, und Erfahrung schenkt Vertrauen; und der Glaube wird gefestigt, wenn er durch Erfahrung aufgebaut und durch Vertrauen gestärkt wird.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Volume IV ‑ Mental Purification and Healing
Part II: Healing, Chapter III, The Development of Healing Power, Sending Power to a Distance
Die Beherrschung des Fikr hilft Heilern, den Gedanken an den Patienten aufrechtzuerhalten, und so hilft der Fikr auch, den Patienten aus der Ferne zu heilen. Der Atem ist sozusagen ein elektrischer Strom, der überall angeschlossen werden kann; Entfernung macht keinen Unterschied. Ein so entstandener Atemstrom versetzt die feinstofflichen Wellen im Raum in Bewegung, und entsprechend der magnetischen Kraft des Heilers wird der Raum zwischen dem Heiler und dem Patienten mit einem fließenden Strom an Heilkraft durchzogen. Zweifellos ist zunächst eine spirituelle Entwicklung notwendig; ohne diese ist die Geisteskraft eines Heilers, wie stark sie auch sein mag, zu schwach für den Zweck.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Volume IV ‑ Mental Purification and Healing
Part II: Healing, Chapter IV, The Application of Healing Power, Absent Healing
Wir wissen, dass der Geist Kreativität bedeutet. Bei der Konzentration wird das noch deutlicher; je tiefer die Konzentration ist, desto intensiver und göttlicher ist die Kraft des Geistes. Und wenn er durch hohe Konzentration das Göttliche berührt, dann ist der Geist nicht nur derjenige, der sich konzentriert, der erschafft, sondern es wäre nicht übertrieben zu sagen, dass Gott selbst durch denjenigen, der sich konzentriert, schöpferisch wird. Deshalb erschafft, Abgesehen davon, dass die Seele den Geist des Herrn, des Messias oder des Erlösers anzieht, erschafft sie den göttlichen Heiler und Retter mit sämtlichen naturgegebenen Kräften und Segnungen. Die Konzentration eines Gläubigen war noch nie vergeblich.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Githa 3 ‑ Muraqaba 8, Concentration, The Concentration of a Spiritual Person
Wie wir die Konzentrationsfähigkeit entwickeln
Konzentration ist eine Praxis, um den Geist zu darin zu üben, an einem bestimmten Objekt stabil und ohne zu schwanken festzuhalten; es gibt nichts auf der Welt, was man durch die Kraft der Konzentration nicht erreichen könnte. Allerdings ist die Konzentration eine sehr schwer zu bewältigende Übung; denn die Natur des Geistes ist so beschaffen, dass, wenn der Geist etwas von sich aus aufnimmt, ‑ Sorgen, Ärger, einen Groll gegen jemanden, oder eine Beleidigung ‑ dann hält er es ohne jede Anstrengung fest; wenn man aber um der Konzentration willen ein Objekt im Geist halten möchte, dann verhält sich der Geist wie ein unruhiges Pferd. Ist die Konzentration einmal gemeistert, hat man das Leben auf der Erde gemeistert.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Sangatha II, Tasawwuf, Metaphysics, C‑C‑M
Nur wenige können einen Gedanken festhalten, doch viele werden von Gedanken festgehalten.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Volume IV ‑ Mental Purification and Healing, Part I: Health, IV
Konzentration kann in drei Phasen gegliedert werden: Befehl, Aktivität und Kontrolle. Zunächst befiehlt der Wille dem Geist, aktiv zu werden und das gewünschte Objekt zu erschaffen. Als nächstes führt der Verstand diesen Befehl sofort aus, indem er das gewünschte Objekt entsprechend seiner Fähigkeit konstruiert, und drittens hält der Wille die weitere Aktivität des Geistes, so wie ein Meisterreiter die Zügel seines Pferdes halten würde, um es daran zu hindern, sich von der Stelle, an der es anhalten soll, weiter zu entfernen.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Githa 2 ‑ Concentration 3, Concentration
Unter Konzentration versteht man das Zusammenfügen der feinen Atome nach dem Modell der Objekte, die von unseren äußeren Augen gesehen werden, um vor unserem geistigen Auge ein Bild von den Objekten zu formen, die von unseren Augen in der äußeren Welt gesehen werden. Das ist am Anfang schwierig, weil der Verstand nie unter Kontrolle gebracht wurde und deshalb nicht gewohnt ist, zu gehorchen. Er wird müde, wenn er irgendeinen Gedanken hält, der aus feinen Atomen besteht. Wenn jedoch das Gefühl den Gedanken umfasst, dann wird er auch gegen den Willen festgehalten. Denn ein Atom ist das Ergebnis von Schwingungen, und wenn die Schwingung es hält, wird das Atom gehalten. Es ist genauso wie bei Stahl mit einem Magneten. Deshalb wird die Konzentration entwickelt, indem man einen Gegenstand mit dem Fühlen hält. Darin liegt das Geheimnis der Hingabe.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Githa 1 ‑ Concentration 6, Vibrations and Atoms
Eine (längere) grundlegende Konzentrationsübung
Wählen Sie ein Objekt (etwas, das Sie interessiert), auf das Sie sich konzentrieren wollen. Es kann eine Frucht, eine Blume, ein Kristall, ein Edelstein, eine Kerzenflamme, das Symbol des fünfzackigen Sterns und der Mondsichel zusammen oder das Sufi‑Symbol des Herzens und seiner Flügel sein.
Sitzen Sie mit geradem Rücken im Schneidersitz auf dem Boden, oder auf einem Stuhl. Machen Sie sich Ihre Absicht bewusst. Lassen Sie zu, dass ihr Atem seinen Rhythmus findet. (Nutzen Sie den Atem, um jegliche Spannung zu lösen).
Schritt 1: Fünf Minuten mit offenen Augen: Richten Sie Ihren stetigen Blick auf das Objekt. Seien Sie aufmerksam. Beachten Sie sowohl das Detail als auch das Ganze. Konzentrieren Sie Ihren Geist mit Interesse, Neugierde und Gefühl.
Schritt 2: Fünf Minuten mit geschlossenen Augen: Halten Sie Ihre Augen still. Berühren Sie die Stirn und strecken Sie dann die Hand auf Armlänge aus, wenn dies hilft. Ihr Atem bleibt ruhig und rhythmisch. Halten Sie das visuelle Bild vor Ihrem geistigen Auge.
Schritt 3: Fünf Minuten mit geschlossenen Augen: Stellen Sie sich verschiedene Formen des Bildes vor. Führen Sie im ersten Monat nur die Schritte 1 und 2 durch. Wechseln Sie das Objekt jede Woche. Vielleicht wollen Sie die tägliche Zeit in Ein‑Minuten‑Schritten verlängern, obwohl dies nicht erforderlich ist. Sie können auf bis zu 30 Minuten für jeden Schritt steigern (gleiche Dauer für jeden Schritt).
Im zweiten Monat machen Sie alle drei Schritte. Beobachten Sie, wie sich Ihr Augenmerk auf Konzentration und Ihr Erleben des Konzentrationsprozesses in Ihrem Leben bemerkbar machen.
Übung: Konzentration in fünf stufen
Wählen Sie ein stilles Motiv, auf das Sie sich konzentrieren können: vielleicht eine Landschaft, einen Baum, eine Pflanze oder ein „Stilleben“ im Haus.
- Lassen Sie Ihre Aufmerksamkeit 5 Minuten lang mit offenen Augen auf die Szene gerichtet ruhen, und lassen Sie alle Gedanken in dieser Konzentration aufgehen. Halten Sie die Augen offen und blinzeln Sie so wenig wie es Ihnen natürlicher Weise möglich ist.
- Betrachten Sie mit geschlossenen Augen, 5 Minuten lang die Szene auf dem inneren Bildschirm Ihres Geistes.
- Bleiben Sie 5 Minuten lang mit Ihrer inneren Aufmerksamkeit bei der Szene, und erlauben Sie Ihrem Fokus, sich zu zerstreuen, so dass Sie die Energie der Szene über deren physische Erscheinung hinaus wahrnehmen.
- Halten Sie fünf Minuten lang Ihre innere Aufmerksamkeit auf die Szene gerichtet, erlauben Sie Ihrem Fokus, sich zu zerstreuen, damit Sie die ewige Bedeutung der Szene als allgegenwärtig erfahren.
- Nehmen Sie 5 Minuten lang gleichzeitig auf allen Ebenen wahr: mit den physischen Augen, in der Erinnerung, die Bedeutung, die Gegenwart.
Wenn Ihr Zeitplan es zulässt, können Sie die Konzentrationszeit für jede Stufe auf 10 Minuten und später auf 15 Minuten erhöhen.
SEMINAR II
Übungen zur Lenkung des Atems um zu heilen
Chakras ‑ Systeme und Übereinstimmungen
Werkzeuge um gut zu leben
Fünf Magnetismen
Zur Entwicklung von Heilkraft brauchen wir zuallererst die Kraft der Konzentration. Heiler müssen in der Lage sein, den Heilgedanken für ihre Patienten aufrechtzuerhalten, wann immer es notwendig ist. Konzentration ist mit das Schwierigste, wenn sie jedoch gelingt, gibt es nichts mehr, was man nicht erreichen kann. Es ist nutzlos, den Patienten durch irgendein Verfahren heilen zu wollen, wie erfolgreich und gut es auch sein mag, wenn wir uns nicht konzentrieren können. Die Arbeit des denkenden und fühlenden Geistes ist beim Heilen viel größer als bei allem anderen, denn Heilen ist die Anwendung der Kraft des Geistes auf die Materie; und die Materie, die seit Ewigkeiten ein ungehorsamer Sklave des Geistes war, rebelliert vom Mineral, über das Pflanzen und sogar das Tierreich ständig dagegen, beherrscht zu werden.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Volume IV ‑ Mental Purification and Healing
Part II: Healing, Chapter III, The Development of Healing Power, The Power of the Mind
...Die Konzentration der Heilenden sollte so entwickelt sein, dass sie nicht nur während sie in der Meditation sitzen, mit geschlossenen Augen das gewünschte Objekt visualisieren können, sondern dass sie das Bild, das ihr Geist geschaffen hat, auch mit offenen Augen halten können, trotz allem, was sich vor diesen Augen abspielt. Beim Heilen ist es unerlässlich zu wissen, welches Bild wir in unserem Geist halten sollten. Sollte der Heilende tatsächlich das Bild einer Wunde festhalten, würde er der Wunde dazu verhelfen, weiterhin zu bestehen, anstatt geheilt zu werden; sollten wir also an Schmerzen denken, könnten diese vielleicht durch unsere Gedanken intensiver werden. Wir sollten also die Heilung im Auge behalten; wir sollten an das Gewünschte denken, nicht an den Mangelzustandn...
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Volume IV ‑ Mental Purification and Healing
Part II: Healing, Chapter III, The Development of Healing Power, The Power of Concentration
Die Weiterentwicklung der Heilkraft besteht darin, dass wir in der Lage sind, Kraft in die Ferne zu senden. Kein Land und kein Meer kann verhindern, dass die Kraft vom denkenden und fühlenden Geist ausgesendet wird... Wie für äußere Handlungen körperliche Bewegung notwendig ist, so muss bei einer geistigen Handlung die Bewegung durch den eigenen Geist bewirkt werden... So wie es notwendig ist, die Kraft der Stimme durch Übung zu entwickeln, so ist es auch notwendig, die Kraft des Geistes zu trainieren und zu entwickeln...
Drei Dinge sind notwendig, um einen Gedanken in die Ferne zu senden: erstens der Glaube an die Theorie, zweitens das Selbstvertrauen, also das Vertrauen in die eigene Kraft, und drittens die Konzentrationsfähigkeit. Wie groß die Konzentrationskraft auch sein mag, ohne Selbstvertrauen ist sie nutzlos; und Selbstvertrauen ohne Vertrauen in die Theorie ist machtlos. Die Heilung auf Distanz ist die letzte Stufe, die Heilende nach langer Erfahrung mit dem Heilen erreichen. Ein Versuch, dies am Anfang zu tun, würde selbstverständlich zum Scheitern führen. In der Praxis werden Erfahrungen gesammelt, und Erfahrung schenkt Vertrauen; und der Glaube wird gefestigt, wenn er durch Erfahrung aufgebaut und durch Vertrauen gestärkt wird.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Volume IV ‑ Mental Purification and Healing
Part II: Healing, Chapter III, The Development of Healing Power, Sending Power to a Distance
Die Beherrschung des Fikr hilft Heilern, den Gedanken an den Patienten aufrechtzuerhalten, und so hilft der Fikr auch, den Patienten aus der Ferne zu heilen. Der Atem ist sozusagen ein elektrischer Strom, der überall angeschlossen werden kann; Entfernung macht keinen Unterschied. Ein so entstandener Atemstrom versetzt die feinstofflichen Wellen im Raum in Bewegung, und entsprechend der magnetischen Kraft des Heilers wird der Raum zwischen dem Heiler und dem Patienten mit einem fließenden Strom an Heilkraft durchzogen. Zweifellos ist zunächst eine spirituelle Entwicklung notwendig; ohne diese ist die Geisteskraft eines Heilers, wie stark sie auch sein mag, zu schwach für den Zweck.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Volume IV ‑ Mental Purification and Healing
Part II: Healing, Chapter IV, The Application of Healing Power, Absent Healing
Wir wissen, dass der Geist Kreativität bedeutet. Bei der Konzentration wird das noch deutlicher; je tiefer die Konzentration ist, desto intensiver und göttlicher ist die Kraft des Geistes. Und wenn er durch hohe Konzentration das Göttliche berührt, dann ist der Geist nicht nur derjenige, der sich konzentriert, der erschafft, sondern es wäre nicht übertrieben zu sagen, dass Gott selbst durch denjenigen, der sich konzentriert, schöpferisch wird. Deshalb erschafft, Abgesehen davon, dass die Seele den Geist des Herrn, des Messias oder des Erlösers anzieht, erschafft sie den göttlichen Heiler und Retter mit sämtlichen naturgegebenen Kräften und Segnungen. Die Konzentration eines Gläubigen war noch nie vergeblich.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Githa 3 ‑ Muraqaba 8, Concentration, The Concentration of a Spiritual Person
Wie wir die Konzentrationsfähigkeit entwickeln
Konzentration ist eine Praxis, um den Geist zu darin zu üben, an einem bestimmten Objekt stabil und ohne zu schwanken festzuhalten; es gibt nichts auf der Welt, was man durch die Kraft der Konzentration nicht erreichen könnte. Allerdings ist die Konzentration eine sehr schwer zu bewältigende Übung; denn die Natur des Geistes ist so beschaffen, dass, wenn der Geist etwas von sich aus aufnimmt, ‑ Sorgen, Ärger, einen Groll gegen jemanden, oder eine Beleidigung ‑ dann hält er es ohne jede Anstrengung fest; wenn man aber um der Konzentration willen ein Objekt im Geist halten möchte, dann verhält sich der Geist wie ein unruhiges Pferd. Ist die Konzentration einmal gemeistert, hat man das Leben auf der Erde gemeistert.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Sangatha II, Tasawwuf, Metaphysics, C‑C‑M
Nur wenige können einen Gedanken festhalten, doch viele werden von Gedanken festgehalten.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Volume IV ‑ Mental Purification and Healing, Part I: Health, IV
Konzentration kann in drei Phasen gegliedert werden: Befehl, Aktivität und Kontrolle. Zunächst befiehlt der Wille dem Geist, aktiv zu werden und das gewünschte Objekt zu erschaffen. Als nächstes führt der Verstand diesen Befehl sofort aus, indem er das gewünschte Objekt entsprechend seiner Fähigkeit konstruiert, und drittens hält der Wille die weitere Aktivität des Geistes, so wie ein Meisterreiter die Zügel seines Pferdes halten würde, um es daran zu hindern, sich von der Stelle, an der es anhalten soll, weiter zu entfernen.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Githa 2 ‑ Concentration 3, Concentration
Unter Konzentration versteht man das Zusammenfügen der feinen Atome nach dem Modell der Objekte, die von unseren äußeren Augen gesehen werden, um vor unserem geistigen Auge ein Bild von den Objekten zu formen, die von unseren Augen in der äußeren Welt gesehen werden. Das ist am Anfang schwierig, weil der Verstand nie unter Kontrolle gebracht wurde und deshalb nicht gewohnt ist, zu gehorchen. Er wird müde, wenn er irgendeinen Gedanken hält, der aus feinen Atomen besteht. Wenn jedoch das Gefühl den Gedanken umfasst, dann wird er auch gegen den Willen festgehalten. Denn ein Atom ist das Ergebnis von Schwingungen, und wenn die Schwingung es hält, wird das Atom gehalten. Es ist genauso wie bei Stahl mit einem Magneten. Deshalb wird die Konzentration entwickelt, indem man einen Gegenstand mit dem Fühlen hält. Darin liegt das Geheimnis der Hingabe.
Quelle
Hazrat Inayat Khan ‑ Githa 1 ‑ Concentration 6, Vibrations and Atoms
Eine (längere) grundlegende Konzentrationsübung
Wählen Sie ein Objekt (etwas, das Sie interessiert), auf das Sie sich konzentrieren wollen. Es kann eine Frucht, eine Blume, ein Kristall, ein Edelstein, eine Kerzenflamme, das Symbol des fünfzackigen Sterns und der Mondsichel zusammen oder das Sufi‑Symbol des Herzens und seiner Flügel sein.
Sitzen Sie mit geradem Rücken im Schneidersitz auf dem Boden, oder auf einem Stuhl. Machen Sie sich Ihre Absicht bewusst. Lassen Sie zu, dass ihr Atem seinen Rhythmus findet. (Nutzen Sie den Atem, um jegliche Spannung zu lösen).
Schritt 1: Fünf Minuten mit offenen Augen: Richten Sie Ihren stetigen Blick auf das Objekt. Seien Sie aufmerksam. Beachten Sie sowohl das Detail als auch das Ganze. Konzentrieren Sie Ihren Geist mit Interesse, Neugierde und Gefühl.
Schritt 2: Fünf Minuten mit geschlossenen Augen: Halten Sie Ihre Augen still. Berühren Sie die Stirn und strecken Sie dann die Hand auf Armlänge aus, wenn dies hilft. Ihr Atem bleibt ruhig und rhythmisch. Halten Sie das visuelle Bild vor Ihrem geistigen Auge.
Schritt 3: Fünf Minuten mit geschlossenen Augen: Stellen Sie sich verschiedene Formen des Bildes vor. Führen Sie im ersten Monat nur die Schritte 1 und 2 durch. Wechseln Sie das Objekt jede Woche. Vielleicht wollen Sie die tägliche Zeit in Ein‑Minuten‑Schritten verlängern, obwohl dies nicht erforderlich ist. Sie können auf bis zu 30 Minuten für jeden Schritt steigern (gleiche Dauer für jeden Schritt).
Im zweiten Monat machen Sie alle drei Schritte. Beobachten Sie, wie sich Ihr Augenmerk auf Konzentration und Ihr Erleben des Konzentrationsprozesses in Ihrem Leben bemerkbar machen.
Übung: Konzentration in fünf stufen
Wählen Sie ein stilles Motiv, auf das Sie sich konzentrieren können: vielleicht eine Landschaft, einen Baum, eine Pflanze oder ein „Stilleben“ im Haus.
- Lassen Sie Ihre Aufmerksamkeit 5 Minuten lang mit offenen Augen auf die Szene gerichtet ruhen, und lassen Sie alle Gedanken in dieser Konzentration aufgehen. Halten Sie die Augen offen und blinzeln Sie so wenig wie es Ihnen natürlicher Weise möglich ist.
- Betrachten Sie mit geschlossenen Augen, 5 Minuten lang die Szene auf dem inneren Bildschirm Ihres Geistes.
- Bleiben Sie 5 Minuten lang mit Ihrer inneren Aufmerksamkeit bei der Szene, und erlauben Sie Ihrem Fokus, sich zu zerstreuen, so dass Sie die Energie der Szene über deren physische Erscheinung hinaus wahrnehmen.
- Halten Sie fünf Minuten lang Ihre innere Aufmerksamkeit auf die Szene gerichtet, erlauben Sie Ihrem Fokus, sich zu zerstreuen, damit Sie die ewige Bedeutung der Szene als allgegenwärtig erfahren.
- Nehmen Sie 5 Minuten lang gleichzeitig auf allen Ebenen wahr: mit den physischen Augen, in der Erinnerung, die Bedeutung, die Gegenwart.
Wenn Ihr Zeitplan es zulässt, können Sie die Konzentrationszeit für jede Stufe auf 10 Minuten und später auf 15 Minuten erhöhen.
