Heilen mit Licht
Die neuen Technologien sind nun in der Lage, die Wechselwirkung des mystischen Potenzials zu bestätigen ‑ selbst dort, wo die Menschen sich dessen nicht bewusst sind ‑ und eröffnen spannende Perspektiven, insbesondere in ihrer Anwendung auf Heilung. Früher wurden solche Wechselwirkungen als schrullig oder abergläubisch angesehen.
Die Kirlian‑Fotografie deckt schon seit vielen Jahren Phänomene auf, die gemeinhin der Aura zugeschrieben werden, indem das zu beobachtende Objekt einem Hochspannungsfeld ausgesetzt wird. Wenn die Elektronen der biologischen Materie erregt werden, springen sie aus ihrer vorherigen Umlaufbahn heraus und beginnen zu funkeln, während sie für den Bruchteil einer Sekunde in Photonen umgewandelt ‑ man könnte sagen, verklärt ‑ werden. Noch interessanter ist, dass Semyon Kirlian und seine Frau den Unterschied in dieser "kalten Elektronenemission" zwischen einer Heilerin, bzw. einem Heiler, der unter Leuten ist, und einem Heiler, bzw. einer Heilerin, die heilt oder sich auf eine Heilung vorbereitet, beobachtet haben. Dies veranschaulicht den Effekt der Überlegenheit des Geistes über den Körper, das eigentliche Paradigma des Heilens.
Dialog mit Pflanzen
Walter Chappells Durchbruch beim Fotografieren von Pflanzen und Insekten ist für Heiler:innen sogar noch relevanter, weil er die Auswirkungen der Einstimmung des Geistes und der Energie des Körpers auf das Energiefeld der Pflanze hervorhebt. (Ein identisches Prinzip gilt in der Physik, wo man, um ein Elektron zu beobachten, ein Photon verwenden muss, das das Verhalten des Elektrons stört, wenn es nicht beobachtet wird. Umgekehrt kann man die in einer Glocke verborgenen Frequenzen nur erfahren, wenn man sie anschlägt. Chappell ist nicht nur fasziniert vom Tanz des Lichts, insbesondere des ultravioletten Lichts in völliger Dunkelheit, das die Blätter von Blumen mit einem hauchdünnen Strahlenkranz umhüllt; wenn die Elektronen seines eigenen Körpers die Elektronen der Pflanzen anregen, wird ein interaktiver Prozess zwischen den beiden sichtbar.

Amateur‑Kirlian‑Fotografie eines Coleus‑Blattes. Diese Datei ist lizenziert unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz. Namensnennung: Fotografie von Wikipedia Benutzer:MrX
Das so entstandene Bild erzählt Ihnen etwas über die Interaktion von Beobachter:in und Beobachtetem in einem lebendigen Dialog. Die Pflanze spricht zu Ihnen von sich selbst, entsprechend Ihrem Verständnis von ihr, und projiziert ihren Gedanken in ein greifbares Bild, das unendlich viel mehr Informationen enthält als ihre äußere Form. Sie entdecken sich selbst durch die Entdeckung, die die Pflanze von Ihnen macht. Mehr noch: Indem Sie auf die Pflanze einwirken, erfahren Sie etwas über deren Wesen. Wenn Sie eine wirksame Handlung auf die Pflanze ausüben wollen, müssen Sie sie von innen heraus kennen, nicht nur durch ihre äußere Erscheinung. Dies gilt natürlich in besonderem Maße für das Heilen.
Sie entdecken sich selbst durch die
Entdeckung, die die Pflanze von Ihnen macht.
Sie entdecken sich selbst
durch die Entdeckung,
die die Pflanze
von Ihnen macht.
Walter Chappell sagt: "Die wirkliche Welt ist im Inneren; das Äußere hat nur wenig damit zu tun. Wenn man Bäume auf diese Weise betrachten würde, "würde man, wenn man diese Interaktion wirklich sehen könnte, nicht mehr so sehr physische Bäume sehen". Seine Beobachtung bestätigt die Theorie von Dr. David Bohm, dass das, was wir normalerweise erleben, der explizite Modus der Wirklichkeit ist, und dass die Art und Weise, wie die Dinge in diesem Modus erscheinen, nur eine schlechte Projektion des impliziten Modus ist.
Aktiv schauen
Sich in das Energiefeld der Patient:in zu begeben und sich in der Meditation nach innen zu wenden, erweist sich als das Tor zur Heilung. Was wir in der alltäglichen Wahrnehmung beobachten, erscheint uns als alltäglich und vertraut, weil wir darauf programmiert wurden, es so wahrzunehmen. Dies steht im Gegensatz zu dem, was Chappell als "Lernen, aktiv zu schauen" bezeichnet. Die Sufis lehren etwas sehr Ähnliches, nämlich den Strahl der Intelligenz auf Objekte zu richten, anstatt passive:r Empfänger:in von Sinneseindrücken zu sein, wie es der Fall ist, wenn das Bewusstsein allein agiert. Der Zugang zum inneren Leben verbessert "die Fähigkeit zu sehen" ‑ und ich würde hinzufügen, zu handeln.
Dies würde sowohl der Diagnose als auch dem Heilungsprozess eine ganz neue Dimension verleihen: Das Röntgenbild zeigt nur das Bild der äußeren Form, nicht aber das Energiefeld, dessen Kristallisation diese Form ist und in dem ein Großteil der Vitalität des morpho‑genetischen Feldes (um den Begriff von Sheldrake zu verwenden) verloren gegangen ist.
Sich in das Energiefeld der Patient:in zu begeben und sich in der Meditation nach innen zu wenden, erweist sich als das Tor zur Heilung. Was wir in der alltäglichen Wahrnehmung beobachten, erscheint uns als alltäglich und vertraut, weil wir darauf programmiert wurden, es so wahrzunehmen. Dies steht im Gegensatz zu dem, was Chappell als "Lernen, aktiv zu schauen" bezeichnet. Die Sufis lehren etwas sehr Ähnliches, nämlich den Strahl der Intelligenz auf Objekte zu richten, anstatt passive:r Empfänger:in von Sinneseindrücken zu sein, wie es der Fall ist, wenn das Bewusstsein allein agiert. Der Zugang zum inneren Leben verbessert "die Fähigkeit zu sehen" ‑ und ich würde hinzufügen, zu handeln.
Dies würde sowohl der Diagnose als auch dem Heilungsprozess eine ganz neue Dimension verleihen: Das Röntgenbild zeigt nur das Bild der äußeren Form, nicht aber das Energiefeld, dessen Kristallisation diese Form ist und in dem ein Großteil der Vitalität des morpho‑genetischen Feldes (um den Begriff von Sheldrake zu verwenden)

Die Medikation zielt darauf ab, die Symptome oder ihr Zusammentreffen in einem Syndrom zu behandeln: Wenn man sich auf die offensichtlichen äußeren Erscheinungsformen verlässt, kann man den Zustand der Patient:innen nicht ganzheitlich beurteilen. Es liegt auf der Hand, dass sich die klassische Medizin und das Heilen gegenseitig ergänzen würden.
Glücklicherweise ist das Interesse an der Psychotherapie geweckt worden, und dem psychischen Faktor bei Krankheiten, z. B. bei Krebs, wird eine gewisse Gültigkeit zugeschrieben. Wenn der Gedanke durch den Akt der Imagination konkretisiert wird, nimmt er eine Form an. Musikalische Themen und Rhythmen sind im Grunde genommen Strukturen kristallisierter Gedanken, eine Abbildung des eigenen Wesens, die die eigene Handschrift tragen. Ebenso strukturieren sich Gedankenformen, die sich auf die Darstellung der eigenen Person beziehen, zu einem Abbild, das in das Gewebe unserer Energiefelder eingraviert ist.
George DeLaWarr, der die Radionik erforschte, baute eine Kamera, die das Bild einer Gedankenform aufnehmen konnte. Die Sufis lernen, die Gedankenform zu markieren und mit ihr zu arbeiten, denn wenn man seine Gedankenmuster ändert, verändert das Bildnis seine Form. Eine Krankheit in einer Pflanze würde sich als Fehler in der Kirlian‑Korona zeigen, und so ist es auch bei einem Menschen. Indem man das Energiefeld der Patientin oder des Patienten mit dem eigenen durchdringt, prägt der Fehler des Patientenfeldes dem eigenen Feld an der entsprechenden Stelle einen Stempel auf, weil man alle Eigenschaften der Patient:innen, die man zu heilen versucht, latent im eigenen Wesen trägt. Man kann dann auf den Patienten einwirken, indem man sein eigenes "Leiden" korrigiert, das man sich durch sympathische Resonanz zugezogen hat.
verloren gegangen ist. Die Medikation zielt darauf ab, die Symptome oder ihr Zusammentreffen in einem Syndrom zu behandeln: Wenn man sich auf die offensichtlichen äußeren Erscheinungsformen verlässt, kann man den Zustand der Patient:innen nicht ganzheitlich beurteilen. Es liegt auf der Hand, dass sich die klassische Medizin und das Heilen gegenseitig ergänzen würden.
Glücklicherweise ist das Interesse an der Psychotherapie geweckt worden, und dem psychischen Faktor bei Krankheiten, z. B. bei Krebs, wird eine gewisse Gültigkeit zugeschrieben. Wenn der Gedanke durch den Akt der Imagination konkretisiert wird, nimmt er eine Form an. Musikalische Themen und Rhythmen sind im Grunde genommen Strukturen kristallisierter Gedanken, eine Abbildung des eigenen Wesens, die die eigene Handschrift tragen. Ebenso strukturieren sich Gedankenformen, die sich auf die Darstellung der eigenen Person beziehen, zu einem Abbild, das in das Gewebe unserer Energiefelder eingraviert ist.
George DeLaWarr, der die Radionik erforschte, baute eine Kamera, die das Bild einer Gedankenform aufnehmen konnte. Die Sufis lernen, die Gedankenform zu markieren und mit ihr zu arbeiten, denn wenn man seine Gedankenmuster ändert, verändert das Bildnis seine Form. Eine Krankheit in einer Pflanze würde sich als Fehler in der Kirlian‑Korona zeigen, und so ist es auch bei einem Menschen. Indem man das Energiefeld der Patientin oder des Patienten mit dem eigenen durchdringt, prägt der Fehler des Patientenfeldes dem eigenen Feld an der entsprechenden Stelle einen Stempel auf, weil man alle Eigenschaften der Patient:innen, die man zu heilen versucht, latent im eigenen Wesen trägt. Man kann dann auf den Patienten einwirken, indem man sein eigenes "Leiden" korrigiert, das man sich durch sympathische Resonanz zugezogen hat.
Die eigene Aura schnitzen
Hier lassen sich drei Schritte unterscheiden: Erstens, unsere eigenen latenten Fehler zu erkennen, die mit denen des Patienten in Resonanz gehen, wie z. B. Groll, Selbstmitleid oder Selbstverachtung, und dann die geistige und emotionale Abstimmung zu korrigieren, um so die göttliche Dimension unseres Wesens zu ehren. Zweitens, die Eigenschaften unseres eigenen Bildes umzutrukturieren und somit, durch mitfühlende Resonanz, die des Patienten, indem wir die Einstimmung in eine Form übersetzen, die in das Gewebe unserer Aura eingraviert ist. Drittens, das Aufladen beider Energiefelder an den Stellen, an denen ein Verlust an Potential besteht./p>
Wenn man sich selbst und andere von innen heraus entdeckt, findet man eine Vielzahl von sich überlagernden funkelnden Bildern, von denen drei in unserer Forschung hervorstechen: Erstens, das ursprüngliche oder archetypische Bild. Zweitens das durch Verunreinigungen oder Abnutzung beschädigte Bild. Drittens, das Bildnis, das durch die eigene Kreativität verbessert wurde.
Zunächst muss man das Bildnis in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzen, bevor man es so gestaltet, wie man es haben möchte. Dies geschieht auf die gleiche Weise, wie frische Zellen, die eine Wunde regenerieren, sich im undifferenzierten Zustand der Blastula befinden, bevor sie sowohl von der Natur als auch durch Stress geformt werden. (Letzteres kann bei der Rehabilitation nach einer körperlichen Behinderung der Fall sein, wenn die Geschicklichkeit über das Niveau vor der Verletzung hinausgeht). Aus diesem Grund riet Hazrat Inayat Khan den Heilerinnen und Heilern, sich vorzustellen, dass sich die Form des Patienten erholt und sogar verbessert hat./p>
Zusammenfassend lässt sich sagen: Heilen bedeutet nicht nur, das Lebensfeld des Patienten mit einem zusätzlichen Energieschub aufzuladen, um das Immunsystem zu stärken; es bedeutet auch, mit der Struktur dieses Feldes zu arbeiten, die sich der Heilerin/dem Heiler durch ihren/seinen Ausdruck in der Sprache des Lichts zu erkennen gibt. Es ist die Arbeit mit den Lichtmustern des Bildes des Patienten über das eigene Lichtbild. In der Tat ist die beste Form der Heilung letztlich die Selbstheilung oder eine Zusammenarbeit zwischen Heiler:in und Patient:in, die beide durch die Magie des Lichts des Universums, das sich in ihrem eigenen Wesen manifestiert, ermutigt werden.
Pir Vilayat Inayat Khan
Übersetzung: Khair‑un‑Nisa Kerstin Veigt
Dieser Artikel wurde erstmals im Caduceus Journal, Ausgabe Nr. 3, Frühjahr 1988, veröffentlicht. http://www.caduceus.info
Die neuen Technologien sind nun in der Lage, die Wechselwirkung des mystischen Potenzials zu bestätigen ‑ selbst dort, wo die Menschen sich dessen nicht bewusst sind ‑ und eröffnen spannende Perspektiven, insbesondere in ihrer Anwendung auf Heilung. Früher wurden solche Wechselwirkungen als schrullig oder abergläubisch angesehen.
Die Kirlian‑Fotografie deckt schon seit vielen Jahren Phänomene auf, die gemeinhin der Aura zugeschrieben werden, indem das zu beobachtende Objekt einem Hochspannungsfeld ausgesetzt wird. Wenn die Elektronen der biologischen Materie erregt werden, springen sie aus ihrer vorherigen Umlaufbahn heraus und beginnen zu funkeln, während sie für den Bruchteil einer Sekunde in Photonen umgewandelt ‑ man könnte sagen, verklärt ‑ werden. Noch interessanter ist, dass Semyon Kirlian und seine Frau den Unterschied in dieser "kalten Elektronenemission" zwischen einer Heilerin, bzw. einem Heiler, der unter Leuten ist, und einem Heiler, bzw. einer Heilerin, die heilt oder sich auf eine Heilung vorbereitet, beobachtet haben. Dies veranschaulicht den Effekt der Überlegenheit des Geistes über den Körper, das eigentliche Paradigma des Heilens.
Dialog mit Pflanzen
Walter Chappells Durchbruch beim Fotografieren von Pflanzen und Insekten ist für Heiler:innen sogar noch relevanter, weil er die Auswirkungen der Einstimmung des Geistes und der Energie des Körpers auf das Energiefeld der Pflanze hervorhebt. (Ein identisches Prinzip gilt in der Physik, wo man, um ein Elektron zu beobachten, ein Photon verwenden muss, das das Verhalten des Elektrons stört, wenn es nicht beobachtet wird. Umgekehrt kann man die in einer Glocke verborgenen Frequenzen nur erfahren, wenn man sie anschlägt. Chappell ist nicht nur fasziniert vom Tanz des Lichts, insbesondere des ultravioletten Lichts in völliger Dunkelheit, das die Blätter von Blumen mit einem hauchdünnen Strahlenkranz umhüllt; wenn die Elektronen seines eigenen Körpers die Elektronen der Pflanzen anregen, wird ein interaktiver Prozess zwischen den beiden sichtbar.

Amateur‑Kirlian‑Fotografie eines Coleus‑Blattes. Diese Datei ist lizenziert unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz. Namensnennung: Fotografie von Wikipedia Benutzer:MrX
Das so entstandene Bild erzählt Ihnen etwas über die Interaktion von Beobachter:in und Beobachtetem in einem lebendigen Dialog. Die Pflanze spricht zu Ihnen von sich selbst, entsprechend Ihrem Verständnis von ihr, und projiziert ihren Gedanken in ein greifbares Bild, das unendlich viel mehr Informationen enthält als ihre äußere Form. Sie entdecken sich selbst durch die Entdeckung, die die Pflanze von Ihnen macht. Mehr noch: Indem Sie auf die Pflanze einwirken, erfahren Sie etwas über deren Wesen. Wenn Sie eine wirksame Handlung auf die Pflanze ausüben wollen, müssen Sie sie von innen heraus kennen, nicht nur durch ihre äußere Erscheinung. Dies gilt natürlich in besonderem Maße für das Heilen.
Sie entdecken sich selbst
durch die Entdeckung,
die die Pflanze
von Ihnen macht.
Walter Chappell sagt: "Die wirkliche Welt ist im Inneren; das Äußere hat nur wenig damit zu tun. Wenn man Bäume auf diese Weise betrachten würde, "würde man, wenn man diese Interaktion wirklich sehen könnte, nicht mehr so sehr physische Bäume sehen". Seine Beobachtung bestätigt die Theorie von Dr. David Bohm, dass das, was wir normalerweise erleben, der explizite Modus der Wirklichkeit ist, und dass die Art und Weise, wie die Dinge in diesem Modus erscheinen, nur eine schlechte Projektion des impliziten Modus ist.
Aktiv schauen
Sich in das Energiefeld der Patient:in zu begeben und sich in der Meditation nach innen zu wenden, erweist sich als das Tor zur Heilung. Was wir in der alltäglichen Wahrnehmung beobachten, erscheint uns als alltäglich und vertraut, weil wir darauf programmiert wurden, es so wahrzunehmen. Dies steht im Gegensatz zu dem, was Chappell als "Lernen, aktiv zu schauen" bezeichnet. Die Sufis lehren etwas sehr Ähnliches, nämlich den Strahl der Intelligenz auf Objekte zu richten, anstatt passive:r Empfänger:in von Sinneseindrücken zu sein, wie es der Fall ist, wenn das Bewusstsein allein agiert. Der Zugang zum inneren Leben verbessert "die Fähigkeit zu sehen" ‑ und ich würde hinzufügen, zu handeln.
Dies würde sowohl der Diagnose als auch dem Heilungsprozess eine ganz neue Dimension verleihen: Das Röntgenbild zeigt nur das Bild der äußeren Form, nicht aber das Energiefeld, dessen Kristallisation diese Form ist und in dem ein Großteil der Vitalität des morpho‑genetischen Feldes (um den Begriff von Sheldrake zu verwenden) verloren gegangen ist. Die Medikation zielt darauf ab, die Symptome oder ihr Zusammentreffen in einem Syndrom zu behandeln: Wenn man sich auf die offensichtlichen äußeren Erscheinungsformen verlässt, kann man den Zustand der Patient:innen nicht ganzheitlich beurteilen. Es liegt auf der Hand, dass sich die klassische Medizin und das Heilen gegenseitig ergänzen würden.

Glücklicherweise ist das Interesse an der Psychotherapie geweckt worden, und dem psychischen Faktor bei Krankheiten, z. B. bei Krebs, wird eine gewisse Gültigkeit zugeschrieben. Wenn der Gedanke durch den Akt der Imagination konkretisiert wird, nimmt er eine Form an. Musikalische Themen und Rhythmen sind im Grunde genommen Strukturen kristallisierter Gedanken, eine Abbildung des eigenen Wesens, die die eigene Handschrift tragen. Ebenso strukturieren sich Gedankenformen, die sich auf die Darstellung der eigenen Person beziehen, zu einem Abbild, das in das Gewebe unserer Energiefelder eingraviert ist.
George DeLaWarr, der die Radionik erforschte, baute eine Kamera, die das Bild einer Gedankenform aufnehmen konnte. Die Sufis lernen, die Gedankenform zu markieren und mit ihr zu arbeiten, denn wenn man seine Gedankenmuster ändert, verändert das Bildnis seine Form. Eine Krankheit in einer Pflanze würde sich als Fehler in der Kirlian‑Korona zeigen, und so ist es auch bei einem Menschen. Indem man das Energiefeld der Patientin oder des Patienten mit dem eigenen durchdringt, prägt der Fehler des Patientenfeldes dem eigenen Feld an der entsprechenden Stelle einen Stempel auf, weil man alle Eigenschaften der Patient:innen, die man zu heilen versucht, latent im eigenen Wesen trägt. Man kann dann auf den Patienten einwirken, indem man sein eigenes "Leiden" korrigiert, das man sich durch sympathische Resonanz zugezogen hat.
Die eigene Aura schnitzen
Hier lassen sich drei Schritte unterscheiden: Erstens, unsere eigenen latenten Fehler zu erkennen, die mit denen des Patienten in Resonanz gehen, wie z. B. Groll, Selbstmitleid oder Selbstverachtung, und dann die geistige und emotionale Abstimmung zu korrigieren, um so die göttliche Dimension unseres Wesens zu ehren. Zweitens, die Eigenschaften unseres eigenen Bildes umzutrukturieren und somit, durch mitfühlende Resonanz, die des Patienten, indem wir die Einstimmung in eine Form übersetzen, die in das Gewebe unserer Aura eingraviert ist. Drittens, das Aufladen beider Energiefelder an den Stellen, an denen ein Verlust an Potential besteht./p>
Wenn man sich selbst und andere von innen heraus entdeckt, findet man eine Vielzahl von sich überlagernden funkelnden Bildern, von denen drei in unserer Forschung hervorstechen: Erstens, das ursprüngliche oder archetypische Bild. Zweitens das durch Verunreinigungen oder Abnutzung beschädigte Bild. Drittens, das Bildnis, das durch die eigene Kreativität verbessert wurde.
Zunächst muss man das Bildnis in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzen, bevor man es so gestaltet, wie man es haben möchte. Dies geschieht auf die gleiche Weise, wie frische Zellen, die eine Wunde regenerieren, sich im undifferenzierten Zustand der Blastula befinden, bevor sie sowohl von der Natur als auch durch Stress geformt werden. (Letzteres kann bei der Rehabilitation nach einer körperlichen Behinderung der Fall sein, wenn die Geschicklichkeit über das Niveau vor der Verletzung hinausgeht). Aus diesem Grund riet Hazrat Inayat Khan den Heilerinnen und Heilern, sich vorzustellen, dass sich die Form des Patienten erholt und sogar verbessert hat./p>
Zusammenfassend lässt sich sagen: Heilen bedeutet nicht nur, das Lebensfeld des Patienten mit einem zusätzlichen Energieschub aufzuladen, um das Immunsystem zu stärken; es bedeutet auch, mit der Struktur dieses Feldes zu arbeiten, die sich der Heilerin/dem Heiler durch ihren/seinen Ausdruck in der Sprache des Lichts zu erkennen gibt. Es ist die Arbeit mit den Lichtmustern des Bildes des Patienten über das eigene Lichtbild. In der Tat ist die beste Form der Heilung letztlich die Selbstheilung oder eine Zusammenarbeit zwischen Heiler:in und Patient:in, die beide durch die Magie des Lichts des Universums, das sich in ihrem eigenen Wesen manifestiert, ermutigt werden.
Pir Vilayat Inayat Khan
Übersetzung: Khair‑un‑Nisa Kerstin Veigt
Dieser Artikel wurde erstmals im Caduceus Journal, Ausgabe Nr. 3, Frühjahr 1988, veröffentlicht. http://www.caduceus.info
